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Thomas auf Buch-Reise
Wochenende mit "Heimvorteil"


In den letzten Wochen überschlugen sich ja förmlich die Termine, bei denen man Thomas bei einer Lesung oder Signierstunde live erleben durfte. An manchen Tagen reiste er quer durch die Republik, um an zwei verschiedenen Orten sein Buch zu präsentieren. Mancher hat sich da schon so seine Gedanken gemacht, wie er das alles schafft. Eigentlich wollten wir am 05.11.2011 nach Berlin. Als sich der Termin dann aber "nur" als Signierstunde herausstellte und wir gleichzeitig von den "Gamehler Gesprächen" im Schloss erfuhren, änderten wir unsere Pläne, da Schloss Gamehl gleich bei Kati "um die Ecke" liegt. Yvette "bewaffnete" sich schon am Samstag mit der Kamera und war in den "Spandauer Arkaden" als rasende Reporterin unterwegs. Fotos dazu bekommt ihr in Kürze, da Yvette wegen Umzug momentan ohne Internetanschluss ist.


                                           "Gamehler Gespräche" im Schloss Gamehl

Sonntags, am zeitigen Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg zum Schloss Gamehl. Da es sehr neblig war, kamen wir nur recht langsam vorwärts und waren froh über Katis Ortskenntnisse, denn das kleine Landschloss der Familie von Stralendorff liegt abseits der Landstraße in malerischer Umgebung am Ende der Dorfstraße einer 70-Seelen-Gemeinde zwischen Wiesen, Weiden ,Wald und Teich (davon war allerdings in diesem Moment nicht wirklich viel zu sehen). Kati nannte es schmunzelnd und liebevoll "Land End"

Endlich angekommen, sahen wir auf dem Parkplatz schon die ersten Autos mit "Thomas Anders" und "AndersIFahrenkrog" Werbung. Teile des "harten Fanstamms" hatten es also tatsächlich auch ins beschauliche "Meckelbörg" geschafft. Da passten wir ja mit unserem "vierrädrigen Werbeträger" ganz gut dazu :-).

Im Schloss angekommen, schauten wir erst einmal, wo genau die Veranstaltung stattfinden sollte. Das Personal war im Foyer und in der Bibliothek des Schlosses schon fleißig dabei, alles für den Empfang der Gäste herzurichten. Eine Angestellte erzählte uns, dass die ersten Fans bereits am Vormittag am Schloss angekommen sind. Wir sahen erst einmal zu, dass wir den Leuten aus dem Weg kamen und setzten uns ins Kaffee in den Wintergarten, von dem man einen herrlichen Blick auf den Park des Schlosses hat. In der Bibliothek saßen bereits Gisela Steinhauer, die Moderatorin vom WDR und Sascha Hellen, der Veranstalter mit der Hotelleitung zusammen, um letzte Details abzustimmen.

Gegen 15:15 Uhr kamen dann auch Thomas und
Søren an, die sich direkt von Berlin aus auf den Weg nach Gamehl gemacht hatte. Kurz vor 16:00 Uhr ließ man die ersten Gäste ein. Sie wurden mit einem Glas Sekt und super leckerem "Fingerfood" begrüßt und verteilten sich in den unteren Räumen des Schlosses. Natürlich gab es auch einen kleinen Stand, an dem man sich Thomas's Biografie und das aktuelle AndersIFahrenkrog Album kaufen konnte. Soweit wir sehen konnten, wurde das Angebot auch sehr gut angenommen und am Abend musste die Verkäuferin nur noch wenige Exemplare wieder zum Auto schaffen. Wir stellten uns erst einmal bei Frau Steinhauer und Frau Stralendorff, der Besitzerin des Schlosses vor,  trafen noch wichtige Absprachen wegen Fotogenehmigungen und hatten dann auch noch die Gelegenheit ein wenig mit Thomas zu plauschen.

Pünktlich um 17:30 Uhr hatten sich dann alle Gäste im kleinen Saal eingefunden. Auf einem etwas erhöhten Podest standen zwei urige Sessel und ein Tischchen mit einer Leselampe. Zusammen mit dem schönen alten Saal gab das ein wunderschönes Ambiente für so eine Talkrunde. Gisela Steinhauer begrüßte die Gäste und leitete die "Gamehler Gespräche" mit ein paar netten Worten ein.

Natürlich kannten viele im Saal die Schlagzeilen um Nora's Klage und die einstweilige Verfügung, die ihre Anwälte zwei Tage vorher, "durchgeboxt" hatten und so war man natürlich auch sehr gespannt, wie mit diesem Thema bei der Veranstaltung umgegangen wird. Wir fanden es echt genial, dass das Ganze dann mit zwei kurzen Sätzen vom Tisch war. Gisela Steinhauer hielt eine Zeitung mit der entsprechenden Schlagzeile hoch und fragte Thomas: "Was kostet es, wenn wir heute hier über Nora sprechen?" Er antwortete nur: "Versuchen Sie es, ich schicke die Rechnung dann an Sie weiter!" Nach einem kurzen Lachen des Publikums, war das Thema abgehakt.

Nun stellte Gisela Steinhauer veschiedene Fragen, die sich auch konkret auf Inhalte aus dem Buch bezogen. Dabei schaffte sie es aber auch immer wieder, den Bogen zum Veranstaltungsort zu schlagen. Uns hat die Art der Gesprächsführung wirklich unheimlich gut gefallen. Gisela Steinhauer war super vorbereitet und auch Thomas machte beim Antworten einen zufriedenen und gelösten Eindruck. Weder er, noch das Publikum wurden mit einer der obligatorischen Klischeefragen genervt, die sich einige Moderatoren schon seit Jahren nicht verkneifen können. Im Gegenteil, die Leute erlebten einen ganz anderen Thomas Anders, als sie ihn aus den Medien zu kennen meinten.

Als die Sprache auf das Thema "Sanitäre Anlagen auf Campingplätzen" oder Bus- und U-Bahnfahrten kam, konnte kaum noch jemand vor Lachen still auf den Stühlen sitzen!!! Nicht nur, dass Thomas sehr bildhafte Worte dafür fand, nein er spielte einige Situationen gleich mal aus dem Stehgreif vor. Mancher deutsche "Comedian" würde vor Neid erblassen. Bei uns blieb jedenfalls kein Auge trocken. Sehr ausgiebig erzählte Thomas auch über seine Kindheit, das Verhältnis zu seiner Familie und den Beginn seiner Karriere. Als Gisela Steinhauer einige Episoden aus dem Buch mit den Worten ansprach: "Was war denn das für eine Aktion...........?", kam dann auch promt mal die Antwort: " Eine total bekloppte ............aber ich stehe dazu!" Zwischenzeitlich wurden dann auch Fragen gestellt, die einen sehr ernsten Hintergrund haben. Zum Beispiel gibt es im Buch ein Bild von Thomas mit israelischen Soldaten, die Geschichte dazu findet man allerdings leider nicht im Buch. So erzählte Thomas von seiner Reise nach Israel und von den tiefen Emotionen beim Besuch der Gedenkstätte Yed Vashem und dem zufälligen Treffen mit den Soldaten dort. Er sprach darüber, dass es sein größter Wunsch sei,  einmal in Jerusalem aufzutreten. In diesem Moment, war es so still im Saal, dass man eine Nadel hätte zu Boden fallen hören können.

Gegen Ende der Veranstaltung brachte Gisela Steinhauer das Gespräch auf Ibiza. Dies tat sie nicht ohne Hintergedanken. Sie war selbst vor kurzem dort und hatte Thomas ein Gastgeschenk mitgebracht, das er sich aber erst erarbeiten musste. In dem Moment erschien Frau Stralendorff mit einer Schüssel Eiklar, das Thomas zu Eischnee schlagen sollte (früher war die Nora-Kette sein Markenzeichen, heute ist es der Eischnee ;-D)Jedenfalls hat er sich das ibizenkische Salinesalz mit Chilli redlich verdient, obwohl er etwas Mühe hatte, denn man hatte ihm das Eiweiß einfach in einer zu kleinen Schüssel gereicht.

Wie im Fluge vergingen die knapp 1 1/2 Stunden. Als Thomas in die Bibliothek ging, um Bücher zu signieren, liefen ihm die Leute noch schnell hinterher. Gisela Steinhauer blieb in ihrem Sessel sitzen und schaute uns ganz in Gedanken versunken an. " Das war gut, das war richtig gut!!", sagte sie nur und fragte dann Hotelgäste, die in der ersten Reihe saßen nach ihrem Eindruck. Die meinten nur, SO hätten sie Thomas nicht gekannt und das sie absolut positiv überrascht wären. Einige Angestellte erzählten später am Abend noch, dass es im Foyer sehr viele positive Reaktionen gegeben hätte. Thomas hatte unterdessen alle Hände voll zu tun, Bücher, CD's und Fotos zu signieren. Dabei merkte man es ihm kein bisschen an, dass er schon wieder auf dem Sprung war. Schon 3 Stunden später saß er im Flugzeug nach Moskau. Von dort aus ging es weiter nach Kazan, wo er am nächsten Tag ein Konzert gab. Danach musste er direkt wieder zurück nach Koblenz, denn dort fand ja am 08.11.2011 seine nächste Lesung statt.

Wir verabschiedeten uns von Thomas und
Søren und wollten nach Hause fahren. Vor dem Schloss trafen wir noch einmal auf Frau von Stralendorff und Gisela Steinhauer, die im Hotel zu Gast war. So konnten wir noch einmal in Ruhe den Tag Revue passieren lassen und uns verabschieden.

Die Reaktion des Publikums hat Gisela Steinhauer mit einem Satz auf den Punkt gebracht: " Die Leute waren wie "bekifft" von ihm!!!" Gönnen wir uns und allen anderen ruhig öfters mal die wohl ungefährlichste "Droge" der Welt!!!

 

                                  (c) Fotos und Text: ThomasAnders-Online                                      

Weitere Fotos findet ihr in unserer "Schloss-Galerie"


 

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