Zum
wiederholten Male machte ich mich mit meinem Papa bei eher
verschneitem und nebeligem Wetter auf den Weg zum Düsseldorfer
Flughafen, um bei der Charity–Aktion „Help & fly“, der
airberlin Group mitzumachen. Sämtliche Erlöse aus Tickets, Gagen
und Spenden gehen an die AIDShilfe Düsseldorf. Dieses Jahr
kamen, durch die airberlin aufgerundet stolze 55.000€ zusammen,
der bisherige Spendenrekord. Soviel zum Vorwort, nun wollen wir
mal helfen und fliegen.
Viel Spaß bei meinem Flug mit dem TA-Bomber durch den Bericht
zur Veranstaltung. Ich hoffe ihr fühlt euch wohl an Bord,
Getränke und Snacks gibt es bei euch im Kühlschrank. Wir sind
startbereit, „cleared for take off“.
Angekommen um 9:00 am Check-in Schalter tummelten sich dort
schon die ersten Passagiere und Promis, wie Moderatorin Käthe
Köstlich oder Schlagerstar Olaf Henning. Dann trudelten auch die
Webmädels Yvette und Astrid ein und wir begrüßten uns herzlich.
Auch Thomas zückte schon sein Flugticket, dann hieß es
Boardingkarten abholen und ab zum Sicherheitscheck. Da gibt es
doch tatsächlich Menschen die abnehmbare Gürtelschnallen
besitzen, aber ihren Schal um den Hals vergessen ;-). Aber schon
praktisch so eine Gürtelschnalle, sie erspart einem sehr
peinliche Momente, wenn die Hose nicht mehr da sitzt, wo sie hin
soll. Nachdem dann auch Astrid ihren vermeintlichen
Sprengstoffgürtel und ihre mit Minen besetzen Stiefel
wiederbekam, konnte es dann zum Frühstücken ans Abfluggate
gehen. Deutlich zu erkennen war der Schalter an der Flugnummer
AB 3333 mit der Destination Düsseldorf.
Die Gruppen „The
Sweethearts“ und „Die Kellner“ sangen allen Gästen und Promis
schon mal was vor, während diese sich in Unterhaltungen vertieft
und mit Croissants bekrümmelt auf das bevorstehende Event
freuten. Die Passagiere am Nachbargate, gerade aus Westerland
ankommend staunten nicht schlecht, als sie die Sause bemerken
und zückten doch glatt ihre Kameras.
Da die Maschine, aus Berlin
kommend, Verspätung hatte, blieb auch viel Raum für die
Vorfreude. Die Maschine war ein Airbus A330-300(D-AERK),der seit
Februar 1996 für die LTU und seit März 2008 mit airberlin-Farben
durch die Welt fliegt.
Nun hieß es für Künstler und Presse „boarding“ und Thomas
verabschiedete sich auf dem Weg zu seinem heutigen Job als
Flugbegleiter im „Jet Airliner“ oder wie er zu sagen pflegte, als
„Saftschubse“. Neben Thomas waren die Kellner, Kalle Pohl, Käthe
Köstlich, die Trickbrettfahrer, Dave Davis, Merz und Pilini,
Nathalie Licard, Bibi und Rolli, Andreas Wendt und Olaf Henning
mit in der Luft. Einige von ihnen sah man später noch im
Showteil wieder.
Mein Papa und ich saßen in Reihe 10 an dem Gang, wo auch Thomas
mit seinem Wägelchen bedienen sollte. Yvette und Astrid nahmen
ganz in der Nähe, ebenfalls an diesem Gang platz und wir freuten
uns schon auf das Erlebnis über den Wolken, wo die Freiheit ja
nachweislich grenzenlos ist.
Die lustige und so ganz unübliche
Art von Käthe Köstlich die Passagiere mit Megaphon zum
schnelleren Boarden und Einnehmen der Sitzplätze zu animieren,
wurde mit schallendem Gelächter beantwortet. Zur Unterstützung
der prominenten Flugbegleiter gab es auch eine richtige airberlin-Crew, die die Wagen mit Waren bestückten und
aushalfen, wenn es hier und da mal klemmte.
Als es dann hieß „boarding
completed, all doors in flight“ hatte Thomas seinen ersten
großen Auftritt der anderen Art bei der allseits belieben „Security
Show“ powered by airberlin. Thomas zeigte, wie man den Sitzgurt
richtig öffnet und wieder schließt und die Sauerstoffmaske
richtig auf Mund und Nase drückt und dabei kräftig atmet. Als
Thomas das Aufpusten der Schwimmweste demonstrierte, wurde Käthe
Köstlich ganz „anders“ und rief: „Thomas, du Tier!“. Noch
schnell die Safety Cards gezeigt und schon wussten alle bestens
Bescheid.
Damit keine Steuerflächen z.B. beim Durchfliegen von Wolken
einfrieren konnten, wurden diese noch enteist und nachdem eine
Bombardier Q 400 der airberlin die Startbahn vor uns verließ,
bogen wir darauf. Mit heulenden Triebwerken erhob sich der
vollbesetzte Koloss vom Boden. Käthe Köstlich erläuterte die
Vorzüge von abgedunkelten Toiletten im Flieger und der
Sonnenterasse auf der Tragfläche und freute sich immer noch,
dass sie ohne Gurtverlängerung in den Sitz passte. Die erste
Steigflugphase war beendet, die Anschnallzeichen erloschen und
Thomas machte sich bereit für seinen 2. Auftritt im Flieger.
In
der Küche bekam er den Servicewagen erklärt und kam kurze Zeit
später mit Frau Köstlich raus und verteilte, umringt von
Kamerateams und Fotografen, an jeden Nüsschen und einen Pikkolo.
Die anderen Promis taten das Nämliche in ihren Sektionen.
Währenddessen flogen wir unsere Solidaritätsschleife über
Münster und drehten südlich von Bremen den großen Bogen zurück
nach Düsseldorf.
Thomas und auch alle anderen wurden pünktlich
fertig, als es hieß „ Wir haben unsere Reiseflughöhe
verlassen, bitte stellen sie ihre Rückenlehnen senkrecht und
klappen sie die Tabletts hoch. Suchen sie die Waschräume nicht
mehr auf!“ Diesen letzten Hinweis muss Thomas wohl überhört
haben, den schwups war er von seinem Platz in einem der
Waschräume verschwunden. Der Kapitän Joachim Schramm sagte: „Noch
5 Minuten zur Landung“ und erläuterte, dass der Copilot
Martin Kandziora heute den gesamten Flug über „pilot flying“ war, also den Flug
durchführte.
Der Kapitän gehörte schon zur Stammbesetzung und
flog bereits zum 13. Mal den Sonderflug. Kurz vor der Landung
dann stimmten einige Passagiere „Viva Colonia“ an und sangen und
klatschen dazu als der Flieger wirklich federleicht in
Düsseldorf aufsetzte. Käthe Köstlich begrüßte alle zurück in
Düsseldorf, bis auf das „Pack“, welches gerade „Viva Colonia“
gesungen hatte. Sie sagte: „ Dat Pack, wat gerade Viva Colonia
gesungen hat, kann rechts aussteigen, da gibt es keine Treppe“.
Es war wie immer ein seeeeeehr lustiges Erlebnis und mit Thomas
an Bord echt einzigartig und ein echtes Highlight. Es hieß nun „all
doors in park“ und das Flugzeug konnte verlassen werden.
Kaum wieder Boden unter den Füßen, ging es für Prominenz und
Passagiere weiter zum 2. Teil, dem Showteil mit Buffet im
abgesperrten Bereich des Terminals. Beim Verlassen des Fliegers
erhielten alle den Solibär und Schokolade.
Wir sind nun quasi auf Reiseflughöhe, also bei der Hälfte des
Berichts angekommen. Bitte gerade vor den PC hinsetzen, sonst
gibt es Verspannungen! ;-) Wetter am Ankunftsort – sonnig und
leichter Schneefall.